Für eine sichere Axenstrasse

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Die Sperrung der Axenstrasse ab August zeigt auf, wie lebensnotwendig eine sichere Erschliessung für die Urner Volkswirtschaft ist. Die Aussage eines Astra-Sprechers, wonach es kein Recht auf eine Zufahrtsstrasse gibt, zeigt das fehlende Verständnis von Bundesbern gegenüber der Urner Volkswirtschaft. Der Berner Politik ist nicht bewusst, wie empfindlich die wenigen Verkehrsverbindungen in und aus Uri und wie überlebenswichtig sie für unsere Wirtschaft sind. Als Mitinhaber und Verwaltungsrat eines familieneigenen Recycling- und Baustoffunternehmens kenne ich die Herausforderungen, welche den Firmen gestellt werden, sehr gut. Für einen funktionierenden Wirtschaftsstandort Uri ist eine sichere und zuverlässige Anbindung an die umliegenden Wirtschaftsräume essentiell. Damit nebst dem Projekt «Neue Axenstrasse» zwischen Sisikon und Brunnen auch die Strecke Flüelen–Sisikon sicher für Mensch und Wirtschaft ausgebaut wird, muss in Bundesbern die mangelhafte Urner Erschliessung diesen Leuten aufgezeigt werden.

2013 reichte ich meinen ersten Vorstoss für eine sichere Axenstrasse ein, damals erachtete der Regierungsrat den Rophaien-Tunnel zwischen Sisikon und Flüelen als „nicht zweckmässig“ ein, das Projekt „Neue Axenstrasse“ erfülle „die Anforderungen an eine Erschliessung des Kantons Uri optimal“. Der Felssturz beim Gumpisch und weitere Niedergänge widerlegen diese Einschätzung.

Erst diesen Juni vor der Sperrung warf ich der Urner Regierung in einem weiteren Vorstoss vor, nichts für eine sichere Anbindung Richtung Nord-Ost zu unternehmen. Die Antwort zeigte keine neuen Erkenntnisse seitens der Regierung. Dieser Kampf muss nun in Bern weitergeführt werden. Denn eine sichere Axenstrasse erfordert jetzt die Arbeit auf nationaler Ebene. Gemeinsame Interessen verschiedener Kantone müssen im Interesse Uris kanalisiert werden. Beim bestehenden Projekt «Neue Axenstrasse» gilt es mit überregionalem Druck (mit den Kantonen Luzern, Nid- und Obwalden) wenn möglich das Verfahren zu beschleunigen. Mit öffentlichen Stellungnahmen von Urner Bundesparlamentarier muss auf die Gegner um die „Alpen-Initiative“ Druck aufgebaut werden, damit diese Verbände auch endlich Verantwortung für ihre schädlichen Einsprachen übernehmen müssen.

Bei der Strecke Flüelen–Sisikon ist realistisch gesehen nur langfristig eine Lösung umsetzbar. Dies weil hier das Projekt „Rophaientunnel“ leider vom Regierungsrat und vom Astra früh nicht mal ein Projekt besteht. Jetzt muss diese Lösung aber in die Hand genommen werden – wofür ich mich in Bern einsetzen werde.

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